Die Inseln

Geschichte und Kultur:
Die Kapverdischen Inseln liegen ungefähr 570 Seemeilen westlich der afrikanischen Küste.
Der Archipel besteht aus zehn Inseln, bei denen man zwischen nördlichen »Ilhas do Barlavento« (Inseln über dem Wind) und den südlichen »Ilhas do Sotavento« (Inseln unter dem Wind) unterscheidet.
Wie die Kanaren sind auch die Kapverden vulkanischen Ursprungs und lassen sich wegen der nur 10 Regentage im Jahr wahrscheinlich am besten mit dem Wort »trocken« beschreiben.
Allerdings gibt es auf den Inseln Santo Antão, San Nicolão und Santiago vom Niederschlag begünstigte Gebiete mit üppiger tropischer Vegetation sowie extensiver Landwirtschaft in höheren Lagen.
Das Klima ist sehr angenehm, stets mit leichter Brise und durchschnittlichen Tagestemperaturen von 25° im Januar bis 29° im September.
Die Inseln wurden 1456 von Portugiesen entdeckt und, wie der größte Teil des afrikanischen Kontinents in der Zeit der europäischen Expansion, zur Kolonie. Anfänglicher bescheidener Wohlstand ging mit dem Verbot des Sklavenhandels Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.
1975 erlangten die Kapverden die Unabhängigkeit von Portugal.
Die kapverdische Kultur ist stark durch Portugal geprägt. Die Verkehrssprache Kreol (offizielle Staatsprache ist Portugiesisch), die Landesküche und auch die kapverdische Musik haben viele Anleihen aus dem Portugiesischen.
Das vielleicht wichtigste kulturelle Element ist die Musik, und viele der Inseln (inklusive São Vicente) richten jährlich international beachtete Musikfestivals aus. Die 2011 verstorbene Cesaria Evora aus der Stadt Mindelo (Insel São Vicente) war eine weltbekannte kapverdische Sängerin. Im Bereich der Musik gibt es in Kap Verde sehr viel zu entdecken.

São Vicente und Mindelo:
Neben des weltklasse Marlinfischens gibt es auch in der Hafenstadt Mindelo viel zu entdecken. Die Stadt hat eine lange Livemusik-Tradition. In vielen Bars, Restaurants und Hotels treten auch unter der Woche einheimische Musiker auf. Wenn Sie Musik mögen sollten Sie das auf gar keinen Fall verpassen.
Das Essen ist im Allgemeinen gut und relativ preiswert. Hülsenfrüchte und Mais sind Zutaten in vielen Rezepten; zwei der bekanntesten sind Cachupa und Fejoada. Beide sind lecker. Ein weiteres empfehlenswertes Essen ist Arroz d’Marrisco (Meeresfrüchtereis), es erinnert etwas an Paella.
Für die Unterkunft gibt es eine große Auswahl: vom gehobenen Hotel bis zur kleinen Pension oder Ferien-Apartment. Zusätzlich gibt es im Zentrum von Mindelo eine Reihe von wunderschön restaurierten alten Häusern aus der Kolonialzeit, die den Touristen vielfach als Cafés, Läden oder Restaurants offen stehen.


Alle Arten von Wassersport sind auf der Insel möglich, inklusive hervorragendem Windsurfen und guten Tauchmöglichkeiten.
Sollten Sie einen Tag in Ihrer Zeitplanung übrig haben, dann ist es nur eine kurze Fährfahrt (ungefähr 50 Minuten) zur Nachbarinsel Santo Antão. Die Insel bietet mit ihrem Naturreichtum und ihrer tropischen Vegetation einen erlebenswerten Kontrast zu Mindelo. Ein Besuch lohnt sich sehr.

San Nicolão:
Die Insel ist rund 50 Seemeilen von São Vicente enfernt. Wenn viel Marlin dort vor Ort ist, und Sie mehr als drei Tage Fischen gebucht haben, können Sie eventuell Tarrafal auf der Insel San Nicolão kennenlernen. Dort herrscht eine insgesamt geruhsamere Atmosphäre als in Mindelo, aber das Fischen ist Dank der Bank auf der Leeseite der Insel großartig, ruhige See sozusagen garantiert. Und nicht nur das, wir fangen regelmäßig Marlin nur wenige hundert Meter vor der Küste!